Jory John / Mac Barnett: Miles & Niles. Schlimmer geht immer

Miles und Niles, das sind zwei Trickser, das sind Streiche-Ausdenker, wie es keine Zweiten gibt. Ein besonders dankbares Opfer war bis anhin Schulleiter Barry. Der ist nun allerdings aufgrund eines Geniestreichs der beiden seines Amtes enthoben worden. Und der neue Schulleiter, Bertram, das ist wirklich eine harte Nuss. Egal, was die beiden heimlich aushecken, Bertram lacht nie. Er reagiert gar nicht auf ihre Streiche, und dies ist wohl das Allerschlimmste, was Tricksern passieren kann. Miles und Niles sind am Verzweifeln, bis sie endlich, endlich eine Schwachstelle des gestrengen Schulleiters finden und ihn mit dem Trick aller Tricks endgültig loswerden.
Auch den zweiten Band von Miles & Niles zu lesen, macht grossen Spass, dies vor allem auch durch die richtig dosierten Übertreibungen. Während es im ersten Band darum geht, wer es verdient, ausgetrickst zu werden, thematisiert der zweite Band die Frage, was Streiche überhaupt lustig macht. Lachen kann man nämlich nur, wenn das «Streiche-Opfer» auch eine Reaktion zeigt. Lustige Geschichten zu schreiben, ist wahrlich eine Kunst. Dem Autorenteam ist dies in Wort und Bild trefflich gelungen. Alle Kapitel enthalten einen in sich abgeschlossenen Spannungsbogen, man kann die Lektüre also gut unterbrechen. Auch deshalb eignet sich das Buch sehr gut zum Vorlesen. Ein Lese- und Vorlesespass für Kinder ab etwa 10 Jahren.

Jory John / Mac Barnett: Miles & Niles. Schlimmer geht immer. cbt, 2016. ISBN: 978-3-570-16442-6

Rezension: Maria Riss

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