Emma Carroll: Das Geheimnis der roten Schatulle

Südfrankreich, März 1783. Elster, die junge Taschendiebin, erhält von einer mysteriösen, schwarzgekleideten Dame einen gefährlichen Auftrag: Sie soll in der Villa der Brüder Montgolfier einbrechen und dort eine rote Schatulle stehlen. Der Auftrag verspricht sehr lukrativ zu werden, also willigt Elster ein. Noch ahnt sie nicht, welche lebensverändernden Ereignisse dadurch ausgelöst werden.
Der nächtliche Diebstahl misslingt. Elster kann nur einzelne Dokumente aus der Schatulle entwenden. Es sind Zeichnungen von seltsamen Fluggeräten. Kurze Zeit später findet Elster heraus, dass solche Fluggeräte tatsächlich existieren. Durch einen Zufall landet Elster bald darauf als Hausmädchen in besagter Villa, wo sich diese rote Schatulle befindet. Die Gebrüder Montgolfier sind kurz davor, mit ihrem ersten Heissluftballon Geschichte zu schreiben. Doch nicht nur die geheimnisvolle schwarze Dame, auch englische Spione sind hinter dem Inhalt der Schatulle her und Elster findet sich mitten in einem gefährlichen Abenteuer wieder. Gelingt es Elster ihr Leben zu retten und schaffen es die Brüder Montgolfier, den Heissluftballon als erste zum Fliegen zu bringen?
Eine packende Geschichte über das Leben einer jungen Taschendiebin, die sich als Mädchen besonders behaupten muss und die beweist, dass Frauen gleiche Fähigkeiten und Rechte haben wie Männer. Glaubhaft wird die Entwicklung der Hauptdarstellerin beschrieben. Von der trotzigen Einzelgängerin wird sie nach und nach zur empathischen und solidarischen Freundin. Die Geschichte spielt vor einem realen geschichtlichen Hintergrund. Schnell nimmt der Plot Fahrt auf, ist teilweise ziemlich düster und in jedem Fall unheimlich spannend. Es fällt schwer, das Buch wegzulegen, bevor es fertiggelesen ist. Der ca. 330 Seiten umfassende Roman richtet sich an junge Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Das Buch eignet sich auch sehr gut zum Vorlesen.

Emma Carroll: Das Geheimnis der roten Schatulle. Thienemann-Esslinger 2019. ISBN: 978-3-522-18516-5

Rezension: Jolanda Zimmerli

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