Antje Damm: Hat Jesus Fussball gespielt?

dammFred geht in die zweite Klasse. Am liebsten mag er Religion. Da werden so wunderschöne Geschichten erzählt. Fred mag zudem Hunde, nur darf er keinen haben. Wenn Fred keine Schule hat, spielt er am liebsten Fussball, mit seinem Freund Emil. Manchmal dürfen auch die Mädchen mitspielen. Eines Tages nun fliegt der schöne Lederball über die Mauer in den Garten von Nachbar Kruzinna. Der mag keine Kinder und solche, die Lärm machen, schon gar nicht. Wie um alles in der Welt können die beiden den Ball wiederbekommen? Klingeln bringt nichts, bitten auch nicht. Fred und Emil sind schrecklich wütend. Da fällt Fred die biblische Geschichte von Zachäus ein. Jesus hat diesen Wucherer doch einfach gut behandelt und hat es so fertiggebracht, dass Zachäus ein guter Mensch wurde. Ob das bei Herr Kruzinna auch klappen könnte? Die beiden schreiben ihm einen netten Brief. Im Nachbarhaus passiert aber gar nichts. Erst sehr viel später erlebt Fred ein Wunder: Da gehen gleich zwei seiner grossen Wünsche einfach so in Erfüllung.
Antje Damm schreibt in einer sehr einfachen, aber wunderschönen Sprache. Sie macht es Lesenden leicht, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren und deren Perspektive zu übernehmen. Kinder kennen solche Situationen, der Umgang mit griesgrämigen Erwachsenen ist ja auch wahrlich nicht einfach.
Für Kinder, die lesen lernen, müssen Geschichten schnell fortschreiten, sie müssen spannend sein und – damit sich die Mühen beim Erschliessen auch lohnen – viel Spass machen. Die Geschichte von Fred und seinem verschwundenen Fussball bietet all dies und ist zudem genauso liebevoll und treffend illustriert, wie die Handlung es vorgibt. Für Kinder ab 8 Jahren, zum Vorlesen auch für Jüngere geeignet.

Antje Damm: Hat Jesus Fussball gespielt? Mit Bildern von Katja Gehrmann. Moritz Verlag 2016. ISBN: 978-3-89565-318-6

Rezension: Maria Riss

 

Judith Kleinschmidt: Sofabanditen oder die verrückte Befreiung der Hühner

link to article
Zurück zur Übersicht