Annette Swoboda: Der kleine Gott und die Tiere

Bilderbuch. Der kleine Gott wacht an einem Donnerstagmorgen auf und freut sich über die Welt, die er bereits geschaffen hat. Doch beim Durchwandern des Paradieses fällt ihm plötzlich auf, wie still es ist. So hat er die Idee, sich von Neuem kreativ zu betätigen und Tiere zu schaffen. Mit viel Fantasie und Liebe zum Detail beginnt er verschiedenste Tiere zu formen, zu bemalen, ihnen eine Stimme zu geben, sie zu trainieren und schliesslich über die ganze Welt zu verteilen. Als sich der kleine Gott am Abend schlafen legt, freut er sich über den ereignisreichen Tag, ist zufrieden mit seinem Werk, und nimmt sich vor, am nächsten Tag ein neues Projekt anzugehen.

Eine wunderschöne Schöpfungsgeschichte, in Wort und Bild erzählt! Gott erscheint in Form eines Kindes, das die ganze Welt erschafft. Die Bilder enthalten viele kleine Details, die entdeckt werden wollen. Das Buch eignet sich in erster Linie für den Kindergarten und die Unterstufe. Allerdings wäre es auch durchaus in der Mittelstufe einsetzbar, wenn thematisch gearbeitet wird. Das Buch liesse sich sehr gut als Einstieg ins Thema «Schöpfungsgeschichten» verwenden. Es erzählt einen kleinen Teil der christlichen Schöpfungsgeschichte und wird durch die kindliche Darstellung Gottes verfremdet. So lässt die Geschichte genügend Raum, dass die Kinder ihre eigenen Vorstellungen einbringen können.

Die Geschichte regt zum Philosophieren, zum Nachdenken, vielleicht auch zum künstlerischen Gestalten an.

Rezension: Jolanda Zimmerli

Annette Swoboda: Der kleine Gott und die Tiere. Oetinger, 2008.

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