Aufgaben und Rollen

Aufgaben und Rollen

Hier finden Sie alle Informationen für den gemeinsamen Start, das konkrete Umsetzen und den Abschluss eines Praxismoduls mit unseren Studierenden. Die folgenden Informationen folgen Schritt für Schritt dem Prozess der Kompetenzerwerbsplanung und der Umsetzung in unseren Praxismodulen. Unsere kurzen Videos sollen Ihnen dazu einen vertieften Einblick ermöglichen.

Einstieg

Erstellen Kompetenzerwerbsplanung

Planung des Kompetenzerwerbs im Dialog zwischen den Studierenden und den Praxisausbildenden und Verschriftung – Erwerb von sechs Teilkompetenzen in einem Praxismodul. Dabei sind fünf Kompetenzbereiche aus dem Kompetenzprofil des Bachelor in Sozialer Arbeit der Praxisausbildung zugeordnet:

  • Fähigkeit zur Prozessgestaltung (K1)
  • Fähigkeit zur Dokumentation (K2)
  • Fähigkeit zur Innovation (K3)
  • Fähigkeit zu leiten und führen (K5)
  • Fähigkeit zur Kooperation (K6)

Innerhalb dieser weit gefassten Kompetenzen sind je nach Praxisfeld individuelle Schwerpunkte zu setzen. Die Kompetenzen sollen in geeigneten Lernfeldern und konkreten Situationen durch Handlungen erworben werden. Studierende erstellen in einem dialogischen Prozess gemeinsam mit ihren Praxisausbildenden zu diesem Zweck eine Kompetenzerwerbsplanung, die in fünf Schritten den individuellen Kompetenzerwerb operationalisieren und planbar machen soll. Praxisausbildende unterstützen die Studierenden dabei aktiv auf der Basis des eigenen Ausbildungskonzepts und in Kenntnis der arbeitsfeldspezifischen Anforderungen.

Die Studierenden an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW werden in diese Form des eigenverantwortlichen Kompetenzerwerbs durch die Modulleitung studienformspezifisch eingeführt. Die dialogisch erarbeitete Kompetenzerwerbsplanung wird der/dem zuständigen Mentor/in zugesendet.

Nach Rückmeldung der Mentorin/des Mentors Überarbeitung der Kompetenzerwerbsplanung und erneutes Einsenden an den Mentor/die Mentorin durch Studierende.

Weiterarbeit

Das Standortgespräch

Studierende, Praxisausbildende sowie die Mentorin/der Mentor nehmen an dem Standortgespräch in der Praxis teil.

Abschluss

Für die Praxisausbildung I und II wird je ein ausführlicher Beurteilungsbericht nach Vorgaben der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW verfasst. Zum Abschluss des Praxismoduls bewerten die Praxisausbildenden den Kompetenzerwerb, der sich auf die in der Kompetenzerwerbsplanung erarbeiteten Indikatoren bezieht. Die Praxisausbildenden haben in der Festlegung dieser Indikatoren grossen Gestaltungsspielraum und eine Beurteilungsverantwortung. Die Bewertung am Ende des Praxismoduls wird anhand des formal vorstrukturierten Leistungsberichts umgesetzt, welcher den erfolgten Kompetenzerwerb der Studierenden abbilden soll.

Leistungsberichte werden an die zuständige Modulleitung und an die/den zuständigen Mentor/in gesendet. Die Leistungsberichte sind unterschrieben bis vier Wochen nach Ende des Praxismoduls an die Modulleitung mit Cc an die zuständigen Mentor*innen zu senden.

Die Hochschule bietet für diese anspruchsvolle Aufgabe an den Praxis-Tagungen und im Rahmen der Weiterbildungsangebote Praxisausbildenden kostenfreie Schulungen an.

Anforderungen an Praxisausbildende

Sie sind nun bei uns anerkannt worden oder im Prozess der Anerkennung? Diese Anforderungen bestehen für die konkrete Umsetzung mit den Studierenden in den Praxismodulen.

Praxisausbildende

  • begleiten die Studierenden bei der Reflexion, Verarbeitung und Integration von Wissen und Erfahrungen mit dem Ziel der Berufsbefähigung unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden;
  • übernehmen die Einführung der Studierenden gemäss organisationsinternem Ausbildungskonzept;
  • begleiten die Studierenden bei Planung, Umsetzung und Auswertung der Kompetenzerwerbsplanung;
  • führen regelmässige Ausbildungsgespräche durch (in der Regel eine Stunde pro vier Arbeitstage in der Vollzeit-/Teilzeit-Praxisausbildung und eineinhalb Stunden pro zwei Wochen in der studienbegleitenden Praxisausbildung);
  • thematisieren allfällige Lernschwierigkeiten und Konfliktsituationen während der Ausbildungszeit rechtzeitig – nehmen frühzeitig Kontakt mit der Mentorin oder dem Mentor der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW auf (Gefährdung Promotion, Vereinbarung eines ausserordentlichen Standortgesprächs usw.);
  • nehmen möglichst an den zweimal jährlich stattfindenden Praxis-Tagungen der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW für Praxisausbildende teil;
  • nehmen aktiv zur Kenntnis, dass die Studierenden in den Begleitmodulen weitere Lernprozesse durchlaufen und nehmen wo möglich und sinnvoll Synergieeffekte wahr.