Evaluation, Installation und testen eines open source Monitoring-Systems. Mit den gewonnenen Erkenntnissen einen All-in-One Prototypen erstellen welcher die Installation sowie grundlegende Konfiguration eines solchen Systems ausführt.
SIEM, IDS, Netzwerksicherheit, NIDS, HIDS, Elastic Stack, Suricata, Wazuh
Die Herausforderung im Bereich der Cybersicherheit für KMUs setzt sich unter anderem zusammen aus oftmals hohen Lizenzkosten und einem Mangel an spezialisiertem Wissen. Diese Herausforderung soll in dieser Forschungsarbeit analysiert und angegangen werden. Anhand von bestehenden Lösun- gen und Informationen, die frei zur Verfügung stehen und unter open source Lizenzen vertrieben werden, soll eine Lösung evaluiert, implementiert und getestet werden. Diese Lösung soll aus einem SIEM, einem NIDS und einem HIDS bestehen. Der Fokus dieser Forschungsarbeit liegt bei der Frage, ob KMUs mittels open source Lösungen das gewünschte Niveau an Cybersicherheit erreichen oder verbessern können. Die Beantwortung dieser Forschungsfrage beinhaltet Installation, Konfiguration sowie Betrieb eines Monitoring-Systems bestehend aus den genannten Komponenten.
Schweizer KMUs sind vermehrt Cyber Angriffen ausgesetzt, welche den Betrieb sowie das Image der betroffenen Firmen längerfristig negativ beeinflussen können. Sich gegen solche Angriffe zu schützen, stellt eine grosse Herausforderung dar. Es müssen Systeme aufgebaut werden, die das Firmennetzwerk überwachen und mögliche Angriffe detektieren, damit der betroffene Betrieb entsprechend Massnah- men ergreifen kann. Oftmals sind hohe Lizenzkosten für diese Monitoring-Systeme sowie spezialisier- tes Know-How notwendig, um diese Aufgabe auszuführen. Dies kann in den meisten Fällen nur von ausgebildetem und spezialisiertem Personal ausgeführt werden, welches selten für KMUs zugänglich ist
Die Herausforderung der hohen Lizenzkosten kann durch Verwendung von open source-Lösungen gemeistert werden. Beim Einsatz von open source-Komponenten entfallen sämtliche externen Ko- stenfaktoren wie Lizenz- und Installationskosten. Jedoch wird eine höhere Einarbeitungszeit sowie Spezialisierung benötigt, um solche Systeme zu implementieren und korrekt zu konfigurieren. Die Installation sowie Konfiguration solcher Monitoring-Systeme beinhalten eine intensive Einarbeitung in die genutzten Technologien sowie Dokumentationen der jeweiligen Komponenten, welches ohne Hersteller-Support zu erheblichem Mehraufwand führt. Zusätzlich ist ein erweitertes Wissen im The- mengebiet der Informatik und Netzwerktechnik notwendig, um solch ein System aufzusetzen und effizient zu betrieben. Mit dem Ziel dieser Herausforderung entgegen zu wirken wurde eine All-In- One-Installation als Prototyp mittels Docker-Container realisiert, welche es KMUs ermöglichen kann, das vorgestellte System auf einer Instanz automatisiert aufzusetzen. Bei der Ausführung der Über- wachung und Untersuchung von möglichen Angriffsindikatoren ist ebenfalls ein erweitertes Wissen in Datenübertragung, Netzwerkverhalten, Protokollen und Cybersicherheit erforderlich, da ein rein au- tomatisiertes Überwachen nicht ausreichend ist und immer eine menschliche Komponente notwendig ist.
Projektdauer: Ein Semester
Personenstunden: 720h / 360h pro Person
Teamgrösse: Zwei Personen
Prof. Dr. Peter Gysel
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
https://www.fhnw.ch
Sebastian Grau, SG I
Ilija Kljajic, SG I
Prof. Dr. Peter Gysel
peter.gysel@fhnw.ch