In dieser Arbeit wird ein Konzept ausgearbeitet und prototypisch mit Unity implementiert, um ein mittelalterliches Relief aus der Stadt Olten mit Augmented Reality (AR) zu in seinem ursprünglichen Kontext zu zeigen.
Unity, C#, Figma
Das Ziel unseres Projekts ist es, die Geschichte Oltens auf innovative Weise erlebbar und das historische Museum noch spannender zu machen. Durch die sorgfältige Prüfung verschiedener Darstellungskonzepte und die Entwicklung eines Proof of Concept (PoC) für das vielversprechendste Konzept wurde ein solides Fundament für die Umsetzung gelegt. Das Sandsteinrelief vom Stadttor Olten sowie das Modell des Stadttors wurden zur weiteren Verwendung im Prototyp digital rekonstruiert. Die gruppentaugliche Lösung in XR (Extended Reality), ermöglicht es Besuchenden des historischen Museums Olten, interaktiv in die lokale Geschichte einzutauchen. Diese immersive Erfahrung erweitert nicht nur ihr Verständnis für die historischen Zusammenhänge, sondern bietet auch zusätzliche Einblicke in die Bedeutung des Sandsteinreliefs. Sie beantwortet Fragen, die heute ausserhalb von Führungen noch nicht beantwortet werden können.
Am Eingang zur Altstadt Olten stand bis 1837 ein Stadttor, von welchem heute nur noch ein Sandsteinrelief übrig ist. Dieses Relief fand nach Umwegen den Weg ins historische Museum Olten. In Führungen durch das Museum können Informationen zum Relief und dem Stadttor vermittelt werden, die heute leider ausserhalb der Führungen noch wenig zum Tragen kommen. Es wird auch regelmässig während solchen Führungen gefragt, wie das Relief in seinem originalen Kontext ausgesehen hat. Ziel dieser Arbeit ist es daher, das Relief mit digitalen Mitteln wie Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR) in seiner ursprünglichen Situation zu zeigen. Zudem sollen den Besuchenden des Museums zusätzliche Informationen zum Relief in ansprechender Form vermittelt werden. Eine virtuelle, immersive Exploration im Kontext des originalen Bauwerks kann die historischen Zusammenhänge besser verdeutlichen, als es eine reine Beschreibung könnte. Eventuell könnte auch eine spielerische Lösung gefunden werden, um die Besuchenden zu mehr Interaktion anzuregen. Da viele Schulklassen das Museum besuchen, soll die Lösung sowohl gruppentauglich als auch für Individualbesucher interessant sein. Ein weiterer möglicher Aspekt dieses Projekts ist die Evaluierung der Möglichkeiten zur Integration digitaler Inhalte in die reale Umgebung von Olten, dies könnte mit AR-Technologie geschehen. Hierfür müssten Umgebungsinformationen erfasst werden, damit das Modell in AR virtuell dargestellt werden kann. Für die ausgearbeiteten Konzepte wird eines als prototypische Implementierung umgesetzt, um sie zu demonstrieren und evaluieren.
Das 3D-Modell der Stadt Olten, welches mit Fotogrammetrie aufgenommen wurde, wird mit AR auf eine Karte im Ausstellungsraum gestellt. Auf das Modell kann getippt werden, wodurch sich ein Overlay öffnet. Die Applikation ist in mehreren Levels aufgebaut, durch die navigiert werden kann. Auf jedem Level finden sich weitere Informationen zum Modell. Zuerst wird nochmal das Stadtmodell angezeigt. In AR ist es ziemlich klein, deshalb macht es Sinn, es nochmals grösser anzuzeigen. Von dort kann zu einem weiteren Level navigiert werden, auf welchem das Sandsteinrelief angezeigt wird. Dieses wird durch verschiedene Interaktionspunkte ergänzt, die zu weiteren Informationen über bestimmte Teile des Reliefs führen.
Die App ist in mehreren Stufen aufgebaut, durch die navigiert und mehr Information zum Obertor und dem Sandsteinrelief abgerufen werden kann.
Gegen Ende des Projekts wurde die untenstehende Umsetzung des HiFi-Prototypen im Museum an Besuchenden getestet.
| Projektdauer | 06.02.24 - 14.06.24 |
| Aufwand in Personenstunden | 360h |
| Teamgrösse | Zwei Personen |
| Luisa Bertolaccini, Histroisches Museum Olten | https://hausdermuseen.ch/historisches-museum |
| Mathis Hermann |
| Marina Hugentobler |
| Hilko Cords | hilko.cords@fhnw.ch |