Entwicklung eines Interaktionskonzepts für eine projizierte Augmented Reality zur Verbesserung der Zugänglichkeit für Nutzer mit niedriger digitaler Kompetenz.
In diesem Projekt wird untersucht, ob ein projektionsbasiertes Spatial-Augmented-Reality-System (SAR) den Zugang zur Online-Plattform auch Personen mit niedrigen digitalen Kompetenzen reibungslos ermöglichen kann. Über Detektion und Tracking physischer Objekte (Tokens) ermöglicht das SAR-System mit digitalen Inhalten haptisch zu interagieren. Zusätzlich verfügt das SAR-System über eine Touch-Erkennung, die die Navigation durch digitale Inhalten vergleichbar zu einem Touch-Screen ermöglicht.
Die one11 AG bietet ein Modell für die moderne Gemeinschaft, welches die gesellschaftlichen Herausforderungen gesamtheitlich und vernetzt angeht und die Menschen näher zusammenbringt. One11 setzt dabei auf Communities, die es allen Menschen ermöglichen, Zugang zu den Ressourcen zu bekommen, die sie brauchen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ein zentraler Bestandteil des Modells von one11 stellt ihre Online-Plattform dar. Während die Verwendung digitaler Medien für einen Grossteil der Gesellschaft kein Problem darstellt, benötigen Personen mit niedrigen digitalen Kompetenzen häufig Hilfe und können diese nicht selbständig und selbstsicher benutzen.
Das Projekt hat erfolgreich gezeigt, dass die Integration von physischen Objekten in ein SAR-System die Zugänglichkeit und das Benutzererlebnis
für Personen mit niedrigen digitaler Kompetenz erheblich verbessern kann. Die Variante mit statischen Objekten erwies sich als das effektivste
Navigationswerkzeug, das eine personalisierte und ansprechende Benutzererfahrung bietet und gleichzeitig unbeabsichtigte Interaktionen reduziert.
Benutzertests ergaben, dass die Teilnehmer*innen das statische Objekt im Vergleich zur Touch-Funktionalität und anderen physischen Objektvarianten als
einfacher und intuitiver zu bedienen empfanden. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse das Potenzial von SAR und TUIs, die digitale Kluft zu
überbrücken und es Nutzern mit begrenzten digitalen Fähigkeiten zu ermöglichen, selbstbewusster und effektiver mit digitalen Plattformen zu
interagieren.
Das Balkendiagramm stellt den Vergleich zwischen Touch-Funktion und dem statischen Objekt dar. Obwohl für beide eine hohe Maximalpunktzahl ereicht wurde, weist die Touch-Funktion eine grössere Varianz auf als das statische Objekt. Die kleine Varianz beim statischen Objekt zeigt die Inklusivität der Bevölkerung.
one11 AG
Landstrasse 1
5415 Rieden b. Baden
www.one11.ch
Laura Hansen
Sarah Keller
Yves Simmen, yves.simmen@fhnw.ch
Hilko Cords, hilko.cords@fhnw.ch