Mit dem Open Source Automatisationstool Ansible ist es möglich, via Konfigurationsdateien, welche Playbooks genannt werden, ganze Systeme zu automatisieren. Die Aufgabe des Projekts bestand darin, im Netzwerklabor der Fachhochschule die Vor- und Nachteile von Ansible aufzuzeigen. Für das Projekt wurden drei Anwendungsfälle mit Ansible erarbeitet und anschliessend umgesetzt. Im Netzwerklabor läuft eine virtualisierte Linux Distribution, auf der Ansible installiert ist.
Mit dem Projekt soll im Netzwerklabor der Fachhochschule gezeigt werden, wie Ansible eingesetzt werden kann. Ausserdem sollen die Ergebnisse mit Ansible mit einer weiteren Automatisierungsplattform in Bezug auf die Handhabung, Anwendungsmöglichkeiten und Ausführungsgeschwindigkeit verglichen werden.
Aktuell werden Datennetze von Menschen konfiguriert. Müssen viele Geräte mit der gleichen Konfiguration eingerichtet werden, soll dies automatisiert werden. Menschliche Fehler und Misskonfiguration können verhindert und wertvolle Zeit eingespart werden.
Im Projekt wurden die Stärken und Schwächen der Automatisierungsplattformen schnell gefunden. Die Erstellung der Konfigurationsdateien für Ansible sowie für andere Tools kann je nach Anwendungsfall sehr zeitintensiv sein. Es lohnt sich deshalb nur für grosse oder statische Datennetze. Ein Einsatz im Netzwerklabor ist wenig sinnvoll, da die Netzwerkgeräte nach Benutzung durch die Studenten wieder zurückgesetzt werden. Damit ein Automatisierungstool die Konfigurationen verteilen oder abfragen kann, müssen die Netzwerkgeräte über SSH erreichbar sein. Daraus folgt, dass bei einem Einsatz von Ansible im Netzwerklabor kein Zeitgewinn erreicht und höchstens die Misskonfigurationen minimiert wird.
Informatikprojekt 5
Projektdauer: September 2021 - März 2022
Aufwand: 360 Stunden
Teamgrösse: 2 Personen
Herr Peter Gysel
Fachhochschule Nordwestschweiz
5210 Windisch
Fabian Businger
Marco Baumann
Peter Gysel, peter.gysel@fhnw.ch