Im Rahmen des IP5 Projekts ist ein Augmented Reality Prototyp als Unterstützung in einem fehleranfälligen Anwendungsfall in der Produktion von Radiopharmazeutika erstellt worden. Der Prototyp setzt Fokus auf Embodied Learning und soll neuen und unsicheren Personen im Prozess unterstützen, vorgefertigte Spritzen in einer Kassette zu installieren. Der Prototyp wurde mit der 3D-Entwicklungsumgebung Unity erstellt und nutzt das Mixed Reality Toolkit zur Interaktion mit der Microsoft HoloLens 2.
Aus Wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich Embodied Learning soll ein AR Prototyp zur Unterstützung des Herstellungsprozesses von radiopharmazeutischen Substanzen erarbeitet und auf dessen Wirkung getestet werden.
Die Herstellung von Radiopharmazeutika darf nur unter Einhaltung vieler Auflagen durchgeführt werden. Aufgrund kurzer Halbwertszeiten der radioaktiven Inhalte müssen diese Substanzen «just-in-time» produziert werden. Dadurch entsteht ein zeitkritischer Vorgang. Neben dem Zeitdruck, welcher durch die just-in-time Produktion entsteht und nur auf Papier beschrieben ist, können kleine Fehler dazu führen, dass eine zweitägige Produktion scheitert.
Der Prototyp zur Unterstützung im fehleranfälligen Anwendungsfall wurde mit der 3D-Entwicklungsumgebung Unity erstellt und nutzt das Mixed Reality Toolkit zur Interaktion mit der Microsoft HoloLens 2. Die Auswertung verschiedener Usability Tests hat gezeigt, dass im Anwendungsfall mit dem AR-Prototypen deutlich weniger Fehler entstehen wie mit dem herkömmlichen Papierprotokoll. Weiter wurde festgestellt, dass AR anfänglich eine steilere Lernkurve hat, nach der zweiten Anwendung jedoch schon fast die gleiche kognitive Last (NASA TLX Score) wie die analoge Variante aufzeigt.