Save the Globe
Save the Globe ist ein interaktives Klima-Brettspiel, das Geoengineering-Methoden in unter fünf Minuten erfahrbar macht. Auf einem eigens gebauten Spielbrett mit echten Holzfiguren, LED-Streifen und einem Axolotl-Maskottchen entscheiden die Spielenden, wie sich der Planet retten lässt – und welchen Preis das hat.
Ausgangslage mit Problemstellung
Der Klimawandel gehört zu den drängendsten Themen unserer Zeit, doch Begriffe wie «Aufforstung», «CO₂-Abscheidung» oder «Stratosphärische Aerosolinjektion» bleiben für viele abstrakt. Geoengineering-Methoden klingen nach Science-Fiction, sind in Wahrheit aber konkrete technologische Werkzeuge mit konkreten Chancen und Risiken. Klassische Ausstellungstexte vermitteln Fakten, bleiben aber oft sperrig und schwer greifbar. Daher entstand die Herausforderung, ein Format zu schaffen, das Klimaentscheidungen nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht – kompakt, visuell und ohne Vorwissen verständlich.
Zielsetzung und Zielgruppe
Save the Globe verfolgt das Ziel, sechs reale Geoengineering-Methoden spielerisch zu vermitteln und gleichzeitig sichtbar zu machen, dass jede dieser Methoden eine Kehrseite hat. Das Spiel soll Neugier wecken, Orientierung bieten und Gespräche im Anschluss anstossen.
Die Zielgruppe sind Besucher:innen des Primeo Kosmos in Münchenstein, vor allem Schulklassen, Familien und technikinteressierte Erwachsene. Das Spiel funktioniert ohne Aufsicht, auf Deutsch, Englisch oder Französisch, und ist innerhalb weniger Minuten gespielt.
Ergebnisse und Spielidee
Save the Globe führt die Spielenden durch drei Runden, die jeweils ein reales Klimaszenario aufgreifen:
- SzenarioEine Region (z. B. Afrika, Arktis) blinkt weiss und ein Klimaproblem wird eingeblendet
- EntscheidungEine von sechs Holzfiguren – jede steht für eine Geoengineering-Methode – wird im Regionen-Slot platziert
- AuswertungDas Spiel zeigt, wie die Wahl die zwei Achsen «Klima» und «Risiko» verändert
Nach drei Runden erscheint einer von fünf möglichen Endbildschirmen: vom «perfekten Spiel» bis zum «zu riskanten Ansatz». Genau diese Spannung macht den Lerneffekt aus – die effektivste Klima-Methode ist oft auch die riskanteste.
Klimaszenarien
Jede Runde startet mit einem realen Klimaproblem aus einer von sechs Weltregionen – z. B. schmelzendes Meereis in der Arktis oder extreme Dürre in Afrika. Die zugehörige Region pulsiert weiss und lädt zum Handeln ein.
Geoengineering-Methoden
Sechs Holzfiguren stehen für sechs reale Methoden: Aufforstung, SAI, DACCS, BECCS, OAE und MCB. Jede Figur enthält einen Widerstand und wird durch Spannungsmessung eindeutig erkannt.
Stabiles Spielgehäuse
Das Spiel sitzt in einem robusten Holzkasten, der die gesamte Elektronik – Raspberry Pi, LED-Streifen und Sensoren – sicher aufnimmt. Eine bedruckte Plexiglaskarte bildet die Oberfläche: Sie zeigt die Weltkarte mit den sechs Regionen und schützt zugleich die darunterliegende Technik vor Staub und Eingriffen.
Entwickelte Lösung und ihr Nutzen
Die gesamte Spiellogik läuft als Java-Applikation auf einem Raspberry Pi 5. Sensoren erkennen automatisch, welche Figur in welchem Steckplatz steht, LED-Streifen signalisieren die jeweils aktive Region und drei Buttons reichen für die ganze Bedienung. Durch den modularen Aufbau lassen sich neue Szenarien jederzeit ohne Programmieraufwand ergänzen.
- Sechs reale Geoengineering-Methoden inkl. Vor- und Nachteilen
- Drei Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
- Info-Slot, der jede Methode auf Wunsch erklärt, ohne das Spiel zu unterbrechen
- Autostart und Idle-Reset – wartungsfreier Dauerbetrieb im Museum
- Neue Szenarien ohne Code-Änderung einpflegbar
Für die Primeo Energie entsteht ein wartungsarmes Exponat im Primeo Kosmos, das pädagogisch wirkt und zum Diskutieren einlädt. Für die Besucher:innen entsteht ein Spiel, das überrascht – und das Klimathemen sinnlich erfahrbar macht.
Technische Schlüsselbegriffe
- ProgrammierspracheJava
- ArchitekturModel-View-Controller (MVC)
- HardwareRaspberry Pi 5, LED-Streifen, Analog-Digital-Wandler
- PlattformRaspberry Pi OS
Kund:in
Primeo Energie AG – Primeo Kosmos
Weidenstrasse 27
4142 Münchenstein
www.primeo-energie.ch
Ansprechpersonen: Anna Bürgin, Eugen Weber
Projektteam
Team
Pascal Rey
Abraham Bobrovsky (IP1)
Kevin von Gunten
Ivana Lazarevic
Dragan Stevanovic
Elvis Bruhin
Pietro Ricci
Shad Mahmudi
Coach
Thekla Müller
Danksagung
Ein herzlicher Dank geht an das Team von AlgaeCare (IP12, FS25) – Tim Buser, Valentin Kuster, Adrian Sonderegger, Niklas Häfliger, Ben Böhler, Jasmin Gyger, Anja Zivkovic, Larissa Tharshan und Emirhan Karaca – für die Zurverfügungstellung des Axolotl-Maskottchens.